Stubber Kloster
Das Kloster Stubber ist eine historische Ruine eines Benediktinerklosters mit einem nahegelegenen Beispiel eines ehemaligen Gestüts und Spuren des alten Drivvej.

Die Überreste des Klosters Stubber liegen auf einer kleinen Halbinsel am Westufer des Stubbergaard-Sees. Im Mittelalter gehörte das Kloster dem Benediktinerorden an. Das genaue Alter des Klosters ist unbekannt, es wird jedoch in einer schriftlichen Quelle aus dem Jahr 1268 als Claustrum Stubbetorp erwähnt. Nach der Reformation 1536 wurde das Kloster von der Krone übernommen und 1538 zusammen mit den dazugehörigen Ländereien dem Sheriff Iver Juel übergeben. Dieser baute das Kloster zu einem Herrenhaus um, erlaubte den Nonnen jedoch, dort zu bleiben, und verpflichtete sich gleichzeitig, für ihren Lebensunterhalt zu sorgen.

Die ursprünglichen rechteckigen Backsteingebäude sind heute fast vollständig verschwunden. Erhalten geblieben sind lediglich die Fundamente des nördlichen Teils des Westflügels, in dem sich vermutlich die Klosterkeller befanden. Der größte Raum dieses Gebäudes ist erhalten geblieben und mit einem Strohdach gedeckt. Die verbliebenen Teile des ursprünglichen Gebäudes vermitteln einen Eindruck von der Architektur des mittelalterlichen Klosters.

Nahe der alten Straße, die östlich von Skave am Kloster Stubbergaard vorbeiführt, finden sich deutliche Spuren eines Gestüts, das das Kloster auch als Schafzuchtbetrieb nutzte. Das Gestüt liegt auf einem eingezäunten Weide- und Heidegelände. Es ist rund mit einem Durchmesser von 14 Metern und von einem 3 Meter breiten und 30 bis 80 cm hohen Wall umgeben, der im Westen am höchsten ist. In der Mitte des Gestüts steht eine Eiche. Gestüte dieser Art sind auch von anderen Orten bekannt – insbesondere entlang alter Viehtriebwege, wo die Pferde und andere Tiere nachts untergebracht waren.

Außerhalb der Koppel von Stubber Kloster finden sich noch Spuren alter Fahrspuren und Schlaglöcher, die belegen, dass die alten Fahrwege oft eher breiten Korridoren als richtigen Straßen glichen. Die vielen parallel verlaufenden Spuren, die sich stellenweise verzweigen, zeigen deutlich, dass die Wanderer häufig gezwungen waren, neue Wege anzulegen, wenn die alten zu schlammig und tief geworden waren. An derselben Stelle wie die Gestütskoppel wurden auf digitalen Karten/Höhenmodellen Spuren alter Pflugfurchen aus der Zeit der Einführung des Radpflugs entdeckt. Sie folgen den Pflugrichtungen und -grenzen, die auf alten Ersatzkarten verzeichnet sind. Die Felder wurden später aufgegeben und verwilderten – vermutlich Mitte des 19. Jahrhunderts.

Beziehungen zum Geopark Westjütland
An den Klosterruinen und in der umliegenden Landschaft gibt es Parkplätze und markierte Wanderwege. Die Wege sind an ein größeres Wanderwegenetz rund um Stubbergaard Sø und Flyndersø ( Nicht-geologischer Standort N41 und Geostandort Nr. 16) angebunden.

