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Heldum Kirche

Die Heldumkirche ist ein sehr schönes Beispiel für die 51 romanischen Quadersteinkirchen im Geopark. Die Kirche ist recht klein und hat sich, anders als viele der anderen Kirchen, seit ihrer Erbauung im späten 12. Jahrhundert kaum verändert.

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Die Heldumkirche ist ein sehr schönes Beispiel für die 51 romanischen Quadersteinkirchen im Geopark. Die Kirche ist recht klein und hat sich, anders als viele der anderen Kirchen, seit ihrer Erbauung im späten 12. Jahrhundert kaum verändert.

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Eine kleine, arme Gemeinde

Die Kirche wurde vermutlich von einem Adligen aus der Gemeinde Tørring erbaut. Da diese eigenständige Gemeinde nur aus acht Höfen bestand, war sie klein und arm. Dies mag erklären, warum die Kirche im späten Mittelalter nicht um einen Turm und eine Vorhalle erweitert wurde. Zudem war sie zeitweise stark verfallen. Ein Brandanschlag im Jahr 1908 verursachte erhebliche Schäden am Chorraum. Im Zuge der anschließenden Renovierung wurde eine Vorhalle angebaut. Die alte Glocke, die im Glockenturm am Westgiebel hängt, stammt aus der Frühzeit der Kirche. Man schätzt, dass sie um 1300 oder in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstanden ist.

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Ein vorbildlicher Repräsentant

Die Kirche von Heldum ist ein beispielhaftes Beispiel für die meisten der 51 romanischen Quadersteinkirchen im Geoparkgebiet. Sie präsentiert sich in ihrer ursprünglichen Form aus der Zeit ihrer Erbauung zwischen 1100 und 1250, der romanischen Epoche. Charakteristisch für diese Kirchen ist ihr schlichter Grundriss mit einem rechteckigen Langhaus und einem quadratischen Chor, der etwas schmaler als das Langhaus ist und in einigen Fällen eine Bogenapsis aufweist. Ein Turm fehlt. Nur wenige Kirchen besitzen von Anfang an einen Turm. Dieser wurde im späten Mittelalter, vorwiegend in der Spätgotik, zusammen mit einer Vorhalle, gegebenenfalls Seitenkapellen und der Erweiterung der Fenster hinzugefügt, wobei der romanische Rundbogenstil in den meisten Fällen erhalten blieb.

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Das Innere

Die Raumaufteilung der romanischen Kirchen wurde nach der Reformation 1536 verändert. Im westlichen Teil des Kirchenschiffs befanden sich zwei Türen: eine Frauentür im Norden und eine Männertür im Süden. Nach der Reformation wurde die Nordtür in den meisten Kirchen zugemauert. Ursprünglich gab es keine Kirchenbänke, sondern eine zugemauerte Steinbank entlang der Kirchenschiffwände. Wohlhabende konnten entlang des Westgiebels eine erhöhte Plattform (Kanzel) aufstellen. Das Taufbecken stand auf einer runden, zweistufigen Plattform in der Mitte des Kirchenschiffs, leicht nach Osten versetzt, gegenüber den beiden Türen. Der Rundbogen der Triumphwand ist aus Quadersteinen errichtet. An der Triumphwand befanden sich zwei Seitenaltäre: ein Marienaltar im Norden und ein Michaelaltar im Süden, oft mit einer Altarnische, wie beispielsweise in der Kirche von Heldum. In der Mitte der Triumphwand befand sich möglicherweise ein Laienaltar, an dessen Querbalken ein Christuskreuz hing. Im Chorraum stand ein zugemauerter Steinaltar mit einem Monolithen als Altartisch. In dieser Nische befand sich eine Art „Heiligengrab“ für Märtyrerreliquien, wie beispielsweise Knochenfragmente oder Stoffstücke. Nach der Reformation wurde der Steinaltar in den meisten Kirchen durch prunkvollere Altäre ersetzt. In den Mauern einiger Kirchen findet sich ein Quaderstein mit dem Schrein des Heiligen. Der Altartisch wurde bei späteren Umbauten des Mauerwerks abgebaut und wiederverwendet.

Die Kirche war reich mit Fresken verziert, und das Taufbecken war in leuchtenden Farben bemalt. Nach der Reformation wurden die meisten Fresken übertüncht, und die Bemalung des Taufbeckens musste entfernt werden. Einem Bericht der Kirche von Heldum aus dem Jahr 1826 zufolge mussten auch die letzten Farbreste vom Taufbecken entfernt werden. Im Freilichtmuseum Hjerl Hede befindet sich die Rekonstruktion einer romanischen Dorfkirche, deren mittelalterliches Inneres besichtigt werden kann. Die kräftigen Farben der Fresken wurden vom Nationalmuseum anhand chemischer Analysen der Originalfresken rekonstruiert.

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