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Gudum-Kloster und Klostermølle

Im Dorf Gudum (Gottes Heim), einem mittelalterlichen Verkehrs- und spirituellen Knotenpunkt, findet man heute die Überreste von zwei Nonnenklöstern und die renovierte Wassermühle Klostermølle sowie ein zeitgenössisches gemeinschaftliches Engagement, das unter anderem mit der Restaurierung der Mühle und dem neu gegründeten „Kløverstier“ verbunden ist.

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Ein Nonnenkloster in Gudum

Das Kloster Gudum war ein Benediktinerinnenkloster. Nur wenige schriftliche Quellen sind erhalten, weshalb über die Geschichte des Klosters im Mittelalter nur wenig bekannt ist. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass es um das Jahr 1200 gegründet wurde, wie die meisten Benediktinerklöster im mittelalterlichen Dänemark. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Kloster im Jahr 1268. Die Quellen belegen, dass das Kloster über die Jahrhunderte hinweg über große Ländereien verfügte. Bekannt ist auch, dass das Kloster ursprünglich in dem tiefen Schmelzwassertal lag, das den nördlichen Teil der Gemeinde von Westen nach Osten durchzieht. Eine Inschrift in der Pfarrkirche von Gudum berichtet zudem, dass das Kloster 1492 vom Tal auf das Plateau in die Pfarrkirche verlegt wurde. Diese wurde nach der Verlegung erhöht und Teil des nördlich gelegenen Klosterkomplexes. Im Mauerwerk der Kirche von Gudum finden sich noch viele Spuren der Verbindung zu den Klostergebäuden, abgesehen davon sind heute keine sichtbaren Spuren des Klosters Gudum erhalten geblieben, das nach der Reformation im Jahr 1536 geschlossen wurde.

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Das verlorene Kloster

Die Archäologische Abteilung des Museums Holstebro hat die Pfarrei Gudum unter dem Titel „Das göttliche Gudum“ zu einem besonderen Forschungsschwerpunkt erklärt. Dies liegt zum einen am Ortsnamen Gudum (Gottes Heim) und zum anderen an den zahlreichen wertvollen Überresten und Funden aus der Antike, die in der Gegend gefunden wurden und zweifellos in der Eisenzeit und Wikingerzeit eine besondere religiöse Bedeutung hatten. Man geht davon aus, dass das Kloster 1484 durch eine Überschwemmung stark zerstört wurde. Ein mittelalterliches Kloster besteht aus vielen Gebäuden, die sich oft über ein großes Gebiet erstrecken. Daher ist anzunehmen, dass das Kloster Gudum an dieser Stelle einen großen Teil des Tals einnahm. Um die Ausdehnung des Klosters und die Lage des Klosterhofs mit der Klosterkirche und dem Nonnenbereich zu ermitteln, führte die Universität Kiel im Oktober 2012 eine Magnetometer- und Georadaruntersuchung im zentralen Teil des Tals durch. Dabei wurde ein 40 x 60 Meter großer Gebäudekomplex sichtbar, der eindeutig die Fundamente für drei bis vier zusammengebaute Häuser bildete, die einen offenen Hof umschlossen. Zukünftige Ausgrabungen werden zeigen, ob es sich hier um den Standort des ältesten Gudum-Klosters handelt.

Klostermølle

Die Geschichte der Wassermühle reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück, als die Priorin des Klosters Gudum eine Mühle zum Mahlen von Futter- und Brotgetreide sowie zum Walzen von Grütze errichten lassen wollte. Die ursprüngliche Klostermühle wurde 1829 während einer starken Schneeschmelze weggespült und 1835 40 Meter weiter nördlich auf etwas festerem Untergrund wieder aufgebaut. Das Gebäude selbst ist ein kantiges Bauwerk mit Mühle und Gaststätte, sodass ein Besuch der Mühle leicht in die Länge gezogen werden kann. Die heutigen Besitzer, die Familie Tovborg, können ihre Verbindung zur Mühle bis ins Jahr 1854 zurückverfolgen. Sie haben die Mühlengebäude unter anderem durch ehrenamtliche Hilfe renovieren lassen, den Mühlteich 2014 wiederhergestellt und im Rahmen des Projekts „Underværker“ von Realdania, das das Engagement lokaler Enthusiasten würdigt, Geld für ein neues Wasserrad und weitere Mühlen gesammelt.

Beziehungen zum Geopark

Klostermølle, zwei Klöster und Gudumstad bilden einen harmonischen Bestandteil der eiszeitlichen Landschaft. Die 2015 durch ehrenamtliches Engagement und finanzielle Unterstützung des Naturschutzvereins angelegten „Kleepfade“ vermitteln Einblicke in die Entstehung der eiszeitlichen Landschaft und die damit verbundene Kulturgeschichte und sind somit ein wichtiger Bestandteil des Geoparks. Der Pfarrverein Gudum organisiert regelmäßig Führungen mit Schwerpunkt auf der eiszeitlichen Landschaft.

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