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Aa-Mølle bei Remmerstrand

Die denkmalgeschützte Wassermühle Aa-Mølle ist 500 Jahre alt und gilt als eine der interessantesten ihrer Art in Dänemark. Sie besitzt das einzige erhaltene Beispiel einer römischen Antriebsart namens Beighton Drive.

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Die Wassermühle befindet sich auf dem erhöhten Meeresboden nahe der Randmoräne Toftum Bjerge und einem geschützten Eichenhain, der über 200 Jahre alt ist. Die Mühle wurde mehrmals restauriert und wird heute von Freiwilligen betrieben.

Die Aa-Mühle wird verlegt

Aa-Mølle wurde erstmals 1490 erwähnt, als es zum Kloster Gudum gehörte und sein Wasser vom Klostermølle Å/Fald Å-System bezog. Die Wassermühle stand nicht immer an ihrem heutigen Standort, sondern ursprünglich 700 Alden weiter östlich. Dort ist noch heute ein Stein mit einem Eisennagel zu sehen, an dem die Pferde angebunden wurden. Die Mühle wurde 1839 verlegt, nachdem ein heftiger Sturm am 2. und 3. Januar so viel Wasser über Thyborøntangen und weiter in den Limfjord gedrückt hatte, dass die Mühle dem Druck nicht standhalten konnte. Das Mühlengebäude konnte jedoch gerettet werden. Die Mühle wurde anschließend an ihrem heutigen Standort wieder aufgebaut, wobei viele Materialien wiederverwendet wurden.

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Wasserräder und Laufgeräte

Vor 1939 wurde die Mühle mit einem Unterfallrad betrieben, das später durch ein Brustfallrad und schließlich durch ein Oberfallrad ersetzt wurde – die Bezeichnungen beziehen sich jeweils auf die Art des Wasserauftreffens auf das große Wasserrad. Aa-Mølle ist etwas ganz Besonderes, da eines der beiden Wasserrad-Antriebselemente die alte römische Antriebsart (Beighton-Antrieb) darstellt und Aa-Mølle das einzige intakte Beispiel dieser Technik in Nordeuropa ist. Die Antriebselemente ziehen mehrere Mühlen, einen Hebezeug und ein Mehlsieb. Wahrscheinlich ist keines davon original. Daher begegnet man bei einem Besuch in Å-Mølle verschiedenen Antriebselementen und Materialien aus unterschiedlichen Epochen.

Freiwillige übernehmen die Mühle

Die Mühle Aa-Mølle befand sich bis 1961 in Privatbesitz, die Besitzverhältnisse lassen sich jedoch bis ins Jahr 1718 zurückverfolgen. 1961 verkaufte der damalige Besitzer und Müller in dritter Generation, Hans Hedegaard, die Mühle an das Nationalmuseum, um sie zu retten, bewohnte aber weiterhin das Nachbarhaus. 1972 übernahm der Verein „Dänische Mühlenfreunde“ die Mühle Aa-Mølle. Um die lokale Bevölkerung einzubinden, wurde 1999 der Verein „Aa-Mølles Laug“ gegründet, der 2013 in einen unabhängigen Verein umgewandelt wurde. Dessen Ziel ist es, „als Eigentümerin der denkmalgeschützten Mühle Aa-Mølle diese als historisches Denkmal und kulturelle Attraktion für die Nachwelt zu erhalten und zu betreiben sowie der Öffentlichkeit Zugang zu dieser historischen Wassermühle zu ermöglichen.“ Am 1. Januar 2015 übernahm der Verein „Aa-Mølles Laug“ die Mühle und hat sein Ziel dank der Unterstützung ehrenamtlicher Helfer vor Ort bisher erfolgreich erreicht.

Beziehungen zum Geopark

Die Aa-Møllefredningen, die Wassermühle und das gut ausgebaute Wegenetz, das unter anderem bis zum Toftum Bjerge führt, sowie die vielen Freiwilligen sorgen dafür, dass Sie hier ein wunderbares kulturhistorisches, geologisches und biologisches Geopark-Erlebnis genießen können.

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