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Staby Kirche

Romanische Quadersteinkirche, die berühmt ist für ihre Apsis mit ihren zwei einzigartigen kleeblattförmigen Fenstern und den sechs Rundbogenarkaden, die von sieben Halbsäulen getragen werden.

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Eine weitere Besonderheit sind die vielen Blöcke eines dunkel rostbraunen Gesteinstyps – „Eisensandstein“ –, die an mehreren Stellen als ganze Bänder erscheinen.

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Romanischer Quader

Die Pfarrkirche von Staby liegt am südlichen Ende des Dorfes Staby in Holstebro, im westlichen Teil der Gemeinde. Die romanische Quadersteinkirche stammt aus dem 13. Jahrhundert und ihre dekorativen Elemente, darunter die beiden Steinporträts im Chorbogen – ein Mann und eine Frau –, unterstreichen ihren ursprünglichen Status als Adelskirche. Möglicherweise handelt es sich um Porträts der Kirchengründer.

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Eine wohlhabende Gemeinde mit mehreren Kirchenbesitzern.

Die Gemeinde Staby wird an zwei Enden der Erde von großen Gewässern Westjütlands begrenzt: im Norden vom Nissumfjord und Felsted Kog, im Westen vom Husby-See. Fjord und See boten ursprünglich gute Fischgründe, und die Feuchtgebiete ermöglichten es der Gemeinde, große Weideflächen für die Rinder- und Ochsenhaltung sowie die Heuernte zu nutzen. Daher zählte Staby in der Antike zu den wohlhabenden Fjordgemeinden Westjütlands. Einst gab es in Staby nicht weniger als vier Adelsgüter oder Herrenhäuser. Nach vielen wechselnden Besitzern – darunter der Bischof von Ribe, das Kloster Mariager, die verschiedenen Eigentümer von Pallisbjerg und ein Kaufmann aus Ringkøbing – ging die Kirche von Staby 1918 in Privatbesitz über.

Das Kirchengebäude

Die ältesten Teile der Stabyer Kirche sind Apsis, Chor und Langhaus. Später wurde das Langhaus erweitert, und in der Spätgotik, also zu Beginn des 15. Jahrhunderts, erhielt die Kirche einen weiteren Anbau mit dem breiten Turm, der heute noch steht. Die ursprünglichen Kirchenportale, die sich im Norden und Süden annähernd gegenüberliegen, sind erhalten, jedoch Teil der beiden Seitenbauten, der Vorhalle und der Kapelle, und daher von außen nicht sichtbar. Der Turm war ursprünglich höher und besaß einen Spitzhelm und vier Giebel. Er ähnelte vermutlich dem Turm der benachbarten Kirche in Husby. Dieser Kirchturmtyp ist in Westschleswig weit verbreitet. Im Jahr 1719 stürzten jedoch zwei der Giebel während eines Sturms ein. Der Spitzhelm wurde nicht wieder aufgebaut, stattdessen erhielt der Turm sein heutiges Satteldach. Mit seinen 25 Metern Höhe ragt er in der flachen Landschaft Westjütlands deutlich hervor.

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Apsis – das Haus der Weisheit

Die sieben Halbsäulen und die beiden wunderschönen, vier Kleeblatt-förmigen Fenster sind zweifellos Träger einer tiefen Symbolik, deren Grundlage ein theologisches Denken des 12. Jahrhunderts bildet. Die sieben Säulen lassen sich vermutlich anhand der Bibelstelle Sprüche 9,1 deuten: „Die Weisheit hat ihr Haus gebaut, sie hat ihre sieben Säulen behauen.“ Dies soll zum Ausdruck bringen, dass Christus nicht nur als Gottes Macht und Autorität, sondern auch als Gottes Weisheit verstanden werden soll. Die Zahlensymbolik ist vielschichtig. Die Zahl 7 setzt sich aus 3 (der Dreifaltigkeit) und 4 zusammen, der symbolischen Zahl für Welt und Mensch. Die 4 symbolisiert die Elemente, die Himmelsrichtungen, die Flüsse des Paradieses, die vier Evangelien und vieles mehr.

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Eisensandstein und seltsame Furchen in der Chorwand

Die dekorative und weitverbreitete Verwendung von Eisensandsteinen in der Stabyer Kirche erinnert an Meisterwerke romanischer Architektur in Italien. Woher die vielen Steine stammen, ist etwas rätselhaft. Geologen kennen den Ursprung dieses Gesteinstyps nicht, doch mehrere Experten, darunter Museumsleiter Jens Aarup Jensen vom Ringkøbing Museum, gehen davon aus, dass man nicht viele Landkreise bereist hat, um ihn zu finden. An der Nordwand des Chors lässt sich ein ungewöhnliches Phänomen beobachten: In einigen der Eisensandstein-Ablagerungen, die sich bis zu einem Meter über das Friedhofsgelände erheben, sind lange Furchen zu sehen. Es handelt sich dabei nicht um Verwitterungsspuren, sondern um von Menschenhand geschaffene Furchen. Einer lokalen Überlieferung zufolge ließen die Bauern der Gemeinde hier vor der Frühjahrsarbeit ihre Pflugscharen segnen, indem sie diese an der Kirchenmauer bogen. Ähnliche Traditionen sind auch in anderen Kirchen bekannt.

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Spannende Effekte im Kircheninneren

Neben den beiden Porträts im Chorraum ist ein großer, imposanter Steinblock mit einer gekrönten Männerfigur, deren Hände zum Gebet erhoben sind, in die Chorraumwand eingelassen. Handelt es sich um eine Christusfigur oder um den König? Im Zuge der Restaurierung 1989 wurden mehrere Fresken freigelegt und geborgen – insbesondere die großen Gemälde an der Nordwand aus dem Jahr 1545. Hinter der schmiedeeisernen Tür der Grabkapelle aus dem Jahr 1725 mit dem Spiegelmonogramm von Frans de Linde, dem Herrn von Pallisbjerg, befinden sich vier Särge mit Familienmitgliedern.

Beziehungen zum Geopark Westjütland

Ein bedeutendes, nicht-geologisches Gelände, das aufgrund seiner spannenden Baumaterialien, darunter Eisensandstein, dennoch geologische Herausforderungen mit sich bringen kann.

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