Sir Lyngbjerg
Sir Lyngbjerg ist eine wunderschöne und interessante Landschaft, die historisch gesehen auch ein wichtiger Ort für große öffentliche Versammlungen, Feierlichkeiten und Debatten über Demokratie und Freiheit war und im Laufe der Zeit Tausende von Menschen angezogen hat.

Das Gebiet verfügt über einen historischen Wanderweg mit acht Gedenksteinen, die im Laufe von über 100 Jahren im Zusammenhang mit wichtigen nationalen Ereignissen und zum Gedenken an bedeutende Persönlichkeiten aus dem Königshaus und der Region errichtet wurden. Der Ort birgt zudem eine geologische Geschichte über die Entstehung der Landschaft.

Der Ort und seine Geschichte
Sir Lyngbjerg ist eine abwechslungsreiche Hügellandschaft ( Geosite Nr. 26 ), die viele Jahre als Weideland genutzt wurde. Nach der Niederlage im Krieg gegen die Preußen 1864 und dem Verlust der Herzogtümer Schleswig, Holstein und Lauenborg, was zu starkem Nationalstolz führte, diente das Gebiet auch als Übungsgelände für die einheimischen Männer. 1867 wurde der Schützenverein Naur-Sir gegründet, der neben Waffentraining auch geistig erbauende Vorträge zu Themen wie Meinungsfreiheit, Demokratie und Verfassung veranstaltete. Unter der Leitung des ortsansässigen Lehrers Hansen-Sir wuchs das Veranstaltungsprogramm und umfasste bald Volksfeste, Gottesdienste im Freien und große öffentliche Debatten mit mehreren Tausend Teilnehmern. Im Zusammenhang mit einer solchen öffentlichen Versammlung im Jahr 1878 wurde eine Spendenaktion für einen Gedenkstein für König Frederik VII. ins Leben gerufen, der 1849 die Verfassung unterzeichnet hatte. Diese führte zur Gründung des ersten dänischen Parlaments – des Rigsdagen – und zum Übergang von der absoluten Monarchie zu einer demokratischeren Regierungsform. In den folgenden 100 Jahren wurden sieben weitere Gedenksteine zum Andenken an königliche und hochangesehene Persönlichkeiten der Region errichtet.

1879 wurde die Aktieselskabet Krunderup Plantage gegründet (1904 in Aktieselskabet Sir Lyngbjerg Plantage umbenannt). Ziel war die Bepflanzung einer 20 Hektar großen Fläche mit Bäumen, wobei die Nutzung als Erholungsgebiet und Veranstaltungsort berücksichtigt werden sollte. In den folgenden Jahren wurden ein hölzerner Tanzboden und ein Versammlungspavillon errichtet. Am höchsten Punkt der Plantage wurde 1900 ein Aussichtsturm gebaut. Dieser wurde später viermal durch höhere Versionen ersetzt, um den Blick über die gewachsenen Bäume zu ermöglichen. Auch heute noch ist Sir Lyngbjerg ein beliebtes Ausflugsziel, obwohl die Zeiten für Großveranstaltungen mit mehreren Tausend Teilnehmern vorbei sind. Unter anderem wird der St.-Hanstag mit einem gemeinsamen Essen gefeiert, es finden Gottesdienste statt, Theateraufführungen werden gegeben und zahlreiche weitere Veranstaltungen werden abgehalten. In der Umgebung wurden mehrere Wanderwege angelegt.

Die historische Route
Eine besondere Route auf der Plantage ist der etwa 2 km lange historische Rundweg, der Besucher an allen 8 Gedenksteinen, dem Aussichtsturm und weiteren Sehenswürdigkeiten vorbeiführt. Entlang des Weges informieren Tafeln über die Geschichte der Plantage und die Geologie der Region und bieten zudem ein kleines Quiz. Die Plantage verfügt außerdem über eine Geocache-Route mit eigenem Quiz und drei etwas längere markierte Wanderwege.

Zusammenarbeit mit dem Geopark Westjütland
Sir Lyngbjerg ist ein hervorragendes Beispiel für ein besonderes Gebiet, das geologische Informationen und Kulturgeschichte vereint. Das Unternehmen hat großes Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem Geopark gezeigt, um Sir Lyngbjerg als geologisches und nicht-geologisches Reiseziel zu bewerben.
Schatzsuche – finde die Geschichte in Sir Lyngbjerg
Eine hervorragende Möglichkeit, die Natur zu erleben, ist die Schatzsuche.
Sir Lyngbjerg hat daher 4 Schätze aufgelistet, zu denen Sie ganz einfach über Ihr GPS/Mobiltelefon Hilfe finden können.
Da Sir Lyngbjerg auch eine sehr geschichtsträchtige Gegend ist, steht die Schatzsuche (Geocaching) in Verbindung mit Ereignissen aus der Vergangenheit.

