Flughafen Rom
Während des Zweiten Weltkriegs errichteten die Deutschen auf der Heidefläche südlich von Lemvig einen Flugplatz für Jagdflugzeuge mit Hangars, ein Lazarett und eine Reihe von Bunkern.

Nach dem Krieg diente das Flugfeld als Flüchtlingslager für bis zu 9.000 Flüchtlinge aus Ostpreußen. Der Ort ist Teil der Geschichte des Geoparks im Zweiten Weltkrieg.

Geschichte des Flugplatzes
Wenige Tage nach der Besetzung Dänemarks im April 1940 informierten die Deutschen die dänischen Behörden über den geplanten Bau eines Flugfelds auf einem etwa 600 Hektar großen Gelände südlich der Kirche in Rom. Die Arbeiten begannen noch im selben Jahr mit schwerem Baugerät aus Deutschland und nahmen 1941 Gestalt an. Es gab zwei große Graspisten, zahlreiche Betonpisten, Depots, einen Schießstand, Kasernen, Garagen, 24 getarnte Feldhangars hinter hohen Erdwällen, Munitions- und Treibstoffdepots, Flugabwehrkanonen usw. Die 43 Betonbunker wurden in den Jahren 1943/44 errichtet. Das Flugfeld diente lediglich als Reserveflugplatz, da 1942 der etwas größere Flugplatz Grove – heute bekannt als Flugplatz Karup – gebaut worden war. Man geht davon aus, dass bis zu 250 Angehörige der deutschen Luftwaffe auf dem Flugfeld in Rom stationiert waren. In den Jahren 1943-45 wurde der Flugplatz hauptsächlich als Reserve- und Zwischenlandeplatz genutzt.
Der Flugplatz verfügte normalerweise über drei Flugzeuge, die rund um die Uhr in Bereitschaft standen. Gelegentlich wurden dort für kürzere Zeiträume mehrere Messerschmitt-Jäger der Typen Bf 109 (einmotorig) und Bf 110 (zweimotorig) stationiert. Zusätzlich gab es mehrere Aufklärungsflugzeuge vom Typ Fieseler Storch. Im Februar 1942 waren über 30 zweimotorige Messerschmitt Bf 110 in Rom stationiert. Unter dem Kommando von Jagdfliger-Abschnittsführer Wolfgang Falck für das Skagerrak lieferten die Jäger vom Flugplatz Rom aus Luftaufklärung und Schutz für das Panzerschiff „Admiral von Scheer“ und den Kreuzer „Prinz Eugen“, als sich die beiden Panzerschiffe auf dem Weg von Wilhelmshaven nach Norwegen befanden. Nach Kriegsende wurde das Gebiet als Flüchtlingslager genutzt und in zwei Bereiche unterteilt: Rom I mit einer Fläche von etwa 50 Hektar und Rom II mit einer Fläche von etwa 22 Hektar. Im Sommer 1946 befanden sich in den beiden Lagern bei Rom fast 9.000 Flüchtlinge, zumeist Frauen, Kinder und alte Männer, hauptsächlich aus dem ehemaligen Ostpreußen. Zum Vergleich: Die Stadt Lemvig zählte etwa 4.000 Einwohner.
Verbreitung
Start- und Landebahnen, Maschinengewehr- und Mannschaftsbunker usw. sind in dem Gebiet noch immer zu sehen. Wenige hundert Meter westlich des Flugfelds befindet sich der Lazarettbunker. Er wurde 1943/44 erbaut und war mit insgesamt 21 Zimmern auf zwei Etagen der größte. Das Lazarett war nur für den Einsatz im Kampf vorgesehen und wurde daher nie in Betrieb genommen. Heute weisen Beleuchtung und Schilder auf das Flugfeldgelände während und unmittelbar nach dem Krieg hin.
Flugplatz Rom und Geopark Westjütland
Start- und Landebahnen, Maschinengewehr- und Mannschaftsbunker usw. sind in dem Gebiet noch immer zu sehen. Wenige hundert Meter westlich des Flugfelds befindet sich der Lazarettbunker. Er wurde 1943/44 erbaut und war mit insgesamt 21 Zimmern auf zwei Etagen der größte. Das Lazarett war nur für den Einsatz im Kampf vorgesehen und wurde daher nie in Betrieb genommen. Heute weisen Beleuchtung und Schilder auf das Flugfeldgelände während und unmittelbar nach dem Krieg hin.

