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Marktstadt Lemvig

Die Sevel Limestone Mill wird von Freiwilligen betrieben und dient als eine der Informationsstellen des Geoparks. Dort wird die Geschichte des Kalkabbaus von 1873 bis 1960 und die Geologie, die der Kalkmühle zugrunde liegt, erzählt.

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Kalksteinschicht – Brechen und Brennen

1873 wurden in Søndermølle in der Gemeinde Sevel reiche Kalkschichten nahe der Erdoberfläche entdeckt. Geschäftsleute, die ein großes Projekt zur Trockenlegung von Flyndersø und Stubbergaard Sø planten, erwarben das Grundstück und begannen mit dem Abbau und der Brennerei von Kalk. Das Unternehmen ging jedoch bankrott, und Søndermølle wurde verkauft. Stattdessen wurde auf zwei anderen Grundstücken, die zusammen Sevel Kalkmærk genannt wurden, ein Kalkwerk errichtet, und zahlreiche Einheimische fanden Arbeit im Kalkabbau. 1891 kaufte De Jydske Kalkmærker die Abbaurechte für die beiden Grundstücke, um die Konkurrenz der kleinen, unabhängigen Unternehmen auszuschalten. Weiter östlich wurden jedoch weitere Kalkvorkommen entdeckt, und 1911 wurde Jens Nielsen Eigentümer der Firma „Sevel østre Kalkmærk“ und baute sie zu einem größeren Unternehmen aus, dessen Mitarbeiterzahl von 10 im Jahr 1911 auf 40 Mitarbeiter im Jahr 1950 anstieg.

Die Verwendung von Kalk

Die Arbeiten in der Kalkmühle von Sevel waren sehr arbeitsintensiv. Die oberste Schicht aus Gras und Erde wurde bis zu einer Tiefe von etwa 63 cm abgetragen. Die nächste Schicht aus Feuerstein und porösem Kalk wurde als Uhr-Schicht bezeichnet. Der daraus gewonnene Kalk wurde an Bauern zum Kalken ihrer Felder verkauft. Der Feuerstein wurde aussortiert und als Baumaterial verwendet. Weiter unten wurden Kalkstücke, sogenannte Weißkalke, abgebaut, die mit Pferdewagen zu den Brennöfen transportiert und gebrannt wurden. Der gebrannte Kalk diente anschließend als Mörtel im Bauwesen. Ein Teil des beim Brennen entstandenen Kalkrückstands wurde mit Wasser vermischt und erneut getrocknet. So entstand gelöschter Kalk, der zum Weißeln von Häusern verwendet wurde. Mit zunehmender Tiefe der Kalkgruben drang Wasser ein, das mit Pumpen abgepumpt werden musste.

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Die Öfen und der giftige Staub

Die ersten Brennöfen waren Topföfen, die ab 1924 durch energieärmere, kontinuierlich brennende Öfen ersetzt wurden. Gegen Ende der 1930er Jahre wurde ein großer Ringofen errichtet. Die ältesten Öfen wurden mit Holz und Torf befeuert, später mit Braunkohle und, in geringerem Umfang, mit Steinkohle im großen Ringofen. Die Luft war stark von giftigem und ätzendem Staub belastet, und die Arbeiter litten häufig unter Nasenbluten. 1960 übernahm Vinther Christensen das Kalkwerk Sevel. Er begann, den Kalkabbau zu modernisieren. Wo zuvor Spitzhacken, Schaufeln und einfache Hebezeuge zum Einsatz gekommen waren, führte er die leistungsfähigeren Bagger ein. Doch nach nur etwa einem Jahr wurde der Kalkabbau eingestellt, und der Betrieb kam zum Erliegen. Da viele Außenstehende glaubten, die Sevel Limestone Works (und damit auch die Stadt) lägen in der Nähe von Sevel, wurde der Ort selbst 1960 in Bjergby umbenannt. Vermutlich wurde er nach „æ bjerebak“ benannt, wie der große Hügel genannt wurde.

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Freunde von Sevel Limeworks

Der Verein „Freunde des Kalkwerks Sevel“ wurde im September 2011 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, das Kalkwerk Sevel zu sichern, zu erhalten, zu pflegen und Interessierten zugänglich zu machen. Der Verein hat Mittel für die Restaurierung der alten Brennöfen und die Einrichtung eines Besucherzentrums vor Ort eingeworben. Gleichzeitig wurde der alte Ringofen mit einem Dach geschützt, um seinen Verfall zu verhindern. Der Verein besteht aus ehrenamtlichen Mitgliedern.

Beziehungen zum Geopark Westjütland

Die Freunde von Sevel Kalkmærk und der Geopark Vestjylland haben eine Kooperationsvereinbarung geschlossen und unter anderem im Rahmen der Geologietage Öffentlichkeitsarbeit vor Ort durchgeführt. Sevel Kalkmærk wird dabei als eines der Outreach-Ziele des Geoparks präsentiert.

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