top of page

Marktstadt Lemvig

Lemvig ist eine mittelalterliche Marktstadt in einer charakteristischen Eiszeitlandschaft mit einem Tunneltal im Süden und einer Bucht im Norden.

ÆFuerhus_Jegino (1).jpg

Ein Neuanfang

Die Geschichte des Hafens von Jegindø beginnt mit den Fischern von Harboøre und dem biblischen Ausspruch: „Jede Hölle erschafft sich eine Vorstellung vom Paradies, wo anderswo Milch und Honig fließen.“ In Harboøre sehnten sich die Menschen vor allem nach einem Ort im Limfjord, wo die Bedingungen bei Weitem nicht so rau waren wie an der Westküste. Es wurde zu einem Traum, der in den Jahren vor dem 20. Jahrhundert durch einige schreckliche Schiffbrüche relativiert wurde, die die Menschen daran zweifeln ließen, wo der gütige Gott seine Gedanken hatte“, schreibt der dänische Historiker und Autor Hans Edvard Nørregård-Nielsen in seiner Einleitung zu Jegindø in „Stimmen und Orte“ im Limfjord 1.

Die größten Ertrinkungsunfälle

Am 17. November 1862 ertranken acht Fischer aus Harboøre, und weniger als sechs Monate später, am 11. Mai, verloren weitere zehn Fischer ihr Leben. 1893 ereignete sich vor Harboøre das schwerste Ertrinkungsunglück, bei dem 26 Fischer ums Leben kamen. Am 25. Januar 1897 kenterte das Rettungsboot, und zwölf weitere Fischer starben. Diese wiederholten Unglücke verstärkten die bereits begonnene Abwanderung von Harboøre in die Limfjord-Region, wo Jegindø bei Oddesund ganz in der Nähe lag – selbst Familienbesuche in Harboøre konnten von dort aus als Tagesausflug unternommen werden. 1884 hatten sich etwa 50 ehemalige Einwohner Harboøres auf Jegindø niedergelassen, wo man zwischen Landwirtschaft und Fischerei wählen konnte.

Exhibition_Jegindo_Harbor.jpg

Neue Bootstypen und Angelausrüstung

Um 1900 wurden die bis dahin bevorzugten Fischereifahrzeuge – die segelgetriebenen „Spieße“ – durch Motorboote ersetzt. Die neuen Boote ermöglichten es, größere Entfernungen mit höherer Ladung zurückzulegen. Viele der alten Fangmethoden wurden gleichzeitig abgelöst, unter anderem durch neue Grundnetze für den Heringsfang und insbesondere Ringwadennetze. „Sowohl der Hering als auch die Plattfische waren ein Geschenk Gottes, aber die Menschen waren besonders dankbar, wenn er ihnen noch einen guten Schuss Aal dazugab.“

Jegino_harbour_environment_fishing.jpg
Der Hafen der Zukunft und insbesondere die Geschichte der Grundfischerei

Heute gibt es weniger als zehn Boote. Die Hälfte von ihnen fischt fast das ganze Jahr über außerhalb des Fjords, die anderen sammeln Muscheln oder bringen sie an Land. Freizeitsegler sind heute ein wichtiger Bestandteil der Zukunft des Hafens. Dank EU-Fördergeldern und kommunalen Zuschüssen wurden Liegeplätze für insgesamt 70 Segelboote mit modernen Hafeneinrichtungen geschaffen. Ein geplantes Hafenbad soll Touristen und Freizeitsegler anlocken. Das dominierende Unternehmen im Hafen ist heute die in Privatbesitz befindliche Firma Johs. Jensens Fiske- og Muslinge Export, die 1928 gegründet wurde. Das kleine Fischereimuseum „Æ Fywerhus“ (das Fjordhaus) am nördlichen Ende des Hafens erzählt die Geschichte der Fischerei auf Jegindø und im Limfjord. Das Museum ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was ehrenamtliches Engagement bewirken kann. Über die Jegindø-Stiftung wurden außerdem Mittel für das Bronzekunstwerk „Der Fjordfischer“ gesammelt, das sich in der Nähe des Museums befindet.

Beziehungen zum Geopark Westjütland

Der Bürgerverein Jegindø und der Regionale Historische Verein für Thyholm und Jegindø haben im Rahmen der Freiwilligenstrategie Kooperationsvereinbarungen mit dem Geopark Vestjylland geschlossen.

bottom of page