Kiemen
Gjellerodde ist ein Küstengebiet nördlich von Lemvig. Es handelt sich um ein gut entwickeltes, gewachsenes Vorland mit einem Strandsee und Deichen.
Das Gebiet birgt beeindruckende Beispiele von Seemauern, die die allmähliche Entstehung der Fjorde deutlich veranschaulichen. Innerhalb der Seemaueranlagen befinden sich mehrere geschlossene Küstenseen, von denen Gjeller Sø mit Abstand der größte ist. Im Südosten des Gebiets setzt sich die Fjordentwicklung bis heute mit der Entstehung einer geschwungenen Landzunge fort. Durch die Entwicklung dieser Landzunge entstehen immer neue Küstenseen.
Gjellerodde ist ein sehr anschauliches Beispiel für die Entstehung von Landzungen und die Küstenentwicklung sowie für den Küstentypus des kantigen Vorlandes. Daher ist es wichtig, dass die Küstenbildungsprozesse nicht durch menschliche Eingriffe gestört werden. Das Gebiet gehört zum Küstentypus des kantigen Vorlandes, der auch für das Gebiet Venø – Nørskov Vig beschrieben wird.
Das Gebiet ist Teil der NGI 75 und als nationale Küstenlandschaft ausgewiesen. Gjellerodde ist als Natura-2000- Vogelschutzgebiet und Ramsar- Gebiet ausgewiesen. Die südöstliche Ecke ist ebenfalls als Natura-2000-Lebensraumgebiet ausgewiesen.

