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Aa-Mølle bei Remmerstrand

Marinearchäologische Funde von internationaler Bedeutung stammen von der größten Strandungskatastrophe an der Westküste Englands im Jahr 1811, als zwei englische Linienschiffe vor Thorsminde auf Grund liefen und 1408 Seeleute ums Leben kamen. Die Geschichte wird im neuen Strandungsmuseum in Thorsminde, das 2017 eröffnet wurde, in einem größeren Kontext präsentiert.

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HMS St. George und HMS Defence

Während eines Hurrikans am 24. Dezember 1811 lief die HMS Defence mit 560 Mann Besatzung zwei Kilometer nördlich von Thorsminde auf Grund. Wenig später strandete auch die HMS St. George mit 865 Mann Besatzung zwei Kilometer südlich von Thorsminde. Auf den gestrandeten Schiffen kämpften die vielen Seeleute vergeblich gegen die See. Rettungsboote gab es damals noch nicht, und als die Wellen die HMS St. George und die HMS Defence zerquetschten, riss das Meer fast alle an Bord mit in den Tod. 1408 Menschen starben. Nur 17 überlebten. Dies ist die größte Strandungskatastrophe, die es je an der gesamten Westküste gab.

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Totenmannsberge

Entlang der Dünen der Westküste erstrecken sich überall „Totenberge“, die die Leichen zahlreicher Schiffbrüchiger bergen. Im Geopark-Gebiet markiert ein Gedenkstein auf der Landzunge zwei Kilometer südlich von Thorsminde den Totenberg für die Gefallenen der HMS St. George. Der Gedenkstein befindet sich genau gegenüber der Stelle, an der die HMS St. George sank, und man schätzt, dass hier weit über 100 englische Seeleute bestattet wurden. Das Meer hat längst alle Spuren verwischt, sodass nur noch die Erinnerung bleibt.

Forschung und Verbreitung

Das Strandungsmuseum St. George und das Zentrum für Meeresarchäologie in Thorsminde erforschen die Meeresarchäologie entlang der Westküste und in den Fjorden von Thyborøn im Norden bis zur dänisch-deutschen Grenze im Süden sowie in den Wasserstraßen und Seen bis zum Jütländischen Hochland. Ein Kooperationsabkommen mit dem UNESCO-Internationalen Zentrum für Unterwasserarchäologie in Kroatien wurde unterzeichnet. Im Strandungsmuseum wird der Untergang der HMS St. George und der HMS Defence thematisiert. Das Museum wurde 2017 neu aufgebaut und präsentiert seitdem komplett neue Ausstellungen. Diese stellen Strandungen in einen größeren Kontext, indem sie die Rettungsbemühungen und ihre Bedeutung für die Küstenbevölkerung beleuchten. Gleichzeitig erzählt das neue Museum Geschichten vom Meeresgrund und zeigt das kulturelle Erbe unter der Meeresoberfläche, darunter Funde von Siedlungen aus der Zeit, als das Gebiet noch nicht vom Meer bedeckt war.

Zusammenarbeit mit dem Geopark Westjütland

Das Stranding Museum St. George ist eines der wichtigsten Informationszentren im Geopark. Hier werden bedeutende Teile der Kulturgeschichte des Geoparks vermittelt, wobei der Schwerpunkt auf der Unterwasserlandschaft der Nordsee liegt.

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