Hjelm Heide - Flyndersø - Stubbergaard Sø
Ein abwechslungsreiches, von Natur aus nährstoffarmes Naturgebiet, in dem unberührte Natur mit Elementen der Kulturlandschaft interagiert und das vielfältige Erlebnismöglichkeiten bietet. Das Freilichtmuseum Hjerl Hede westlich von Flyndersø ist ein einzigartiges Informationszentrum mit zahlreichen Besuchern.

Die natürlichen Werte
Das Natura-2000-Gebiet Hjelm Hede, Flyndersø und Stubbergård Sø liegt zwischen Holstebro und Skive und umfasst eine Fläche von 2.170 ha, wovon 160 ha Wasserfläche in den Seen sind. Das weitläufige Gebiet ist ein abwechslungsreiches, von Natur aus nährstoffarmes Naturgebiet mit ursprünglichem Charakter in Form von Hochmooren, Quellwiesen und Eichengebüschen, die mit seit Langem bestehenden Kulturlandschaftselementen wie beweideten Sauergrasflächen und nährstoffreichen Teichen interagieren. Große Flächen bestehen aus Trockenheiden und zeugen von der Kulturgeschichte der Region. Die großen Seen des Gebiets sind wichtige Nahrungsgebiete für zahlreiche Vogelarten. Das Gebiet wurde aufgrund des signifikanten Vorkommens der Lebensraumtypen Trockenheide, Sauergrasland, nährstoffreiche Teiche, Stieleichengebüsche und bewaldetes Torfmoor sowie aufgrund seiner Lebensräume für Fischotter, Glanzmoos, Heidekraut, Fischadler und Haubentaucher ausgewiesen.

Schutzgebiete
Innerhalb des Natura-2000-Gebiets befinden sich drei Schutzgebiete. Dies betrifft den Landschaftsschutz der Gebiete um Flyndersø, den Schutz des Stubbergård-Sees, der den Landschaftscharakter, die kulturhistorischen Werte und die naturwissenschaftlichen Interessen des Gebiets bewahren und die Erholungsmöglichkeiten für die Öffentlichkeit verbessern soll, sowie den Schutz eines markierten Wanderwegs im Moorgebiet nördlich des Stubbergård-Sees.

Leben im Freien, Kommunikation und Kulturgeschichte
Die Gemeinde Holstebro hat Wanderbroschüren für Flyndersø und Stubbergaard Sø mit Routen unterschiedlicher Länge und Informationstafeln zur Region herausgegeben. Entlang des Weges um Stubbergaard Sø finden sich an den Sortehusene, ehemaligen Bootshäusern der Berufsfischer, weitere Informationen zur Natur, Landschaft und Kulturgeschichte der Gegend. Im Stubber Kloster (geologische Stätte Nr. N7) können die Ruinen besichtigt und mehr über die Kulturgeschichte des Ortes erfahren. Die laufende Initiative zur Einrichtung des Naturparks Flyndersø und Sønderlem Vig wird zusätzliche Freizeitmöglichkeiten und eine bessere Information über Flyndersø schaffen.

Freilichtmuseum Hjerl Hede
Westlich von Flynder Sø befindet sich das Freilichtmuseum Hjerl Hede, das anhand einer großen Sammlung originaler Gebäude Einblicke in Bauweisen, Einrichtungsgegenstände und Handwerk im ländlichen Raum, vorwiegend in Jütland, gewährt. Das Museum erzählt auch von der Nutzung der Heiden, Wälder und Moore durch den Menschen. Zahlreiche Freiwillige tragen dazu bei, die Ausstellungen für die jährlich 75.000 Besucher lebendig werden zu lassen.
Zusammenarbeit mit dem Geopark Westjütland
Die Wanderwege bei Stubbergaard Sø und Flyndersø sind Teil des Wanderwege- und Informationsnetzes des Geoparks, und das Freilichtmuseum Hjerl Hede zählt zu den größten Informationszentren des Geoparks und ist zugleich ein sehr gutes Beispiel für die Zusammenarbeit mit Freiwilligen.
Gründungsversammlung des Freiwilligenvereins Geopark Westjütland.

