Agger Tange, Nissum Bredning, Skibsted Fjord und Agerø
Das Gebiet ist das größte zusammenhängende Naturgebiet von internationaler Bedeutung im Geopark Westjütland. Es besteht zu 85 % aus Meeresflächen und besitzt zudem einen hohen Erholungs- und Bildungswert.

Größtes zusammenhängendes Naturgebiet
Das Natura-2000-Gebiet Nr. 28 ist mit seinen 33.165 ha das mit Abstand größte zusammenhängende Naturschutzgebiet im Geopark Westjütland. Allerdings ist nicht das gesamte Natura-2000-Gebiet im Geopark enthalten, da Agger Tange, Agerø und Teile des Skibstedfjords außerhalb der Geoparkgrenzen liegen. Zu den Lebensraumtypen des Natura-2000-Gebiets gehören flache Fjordgebiete mit ausgedehnten Sandbänken, Riffen und Wattflächen in Nissum Bredning. Der Fischotter ist ebenfalls Bestandteil der Grundlage für die Ausweisung des Natura-2000-Gebiets und wurde in Egebjerg Bæk, Hellerød Kær an der Ostseite von Thyholm und in Gudum Å nachgewiesen.


Vögel und Robben
Die große Anzahl an Vögeln bietet die Möglichkeit für viele wunderbare Erlebnisse. Die Ausweisung des Geoparks als Natura-2000-Gebiet ist hauptsächlich auf das Vorkommen von Brutvögeln wie Flussuferläufer, Würger (obwohl seit 2005 keine Bruten mehr im Geopark beobachtet wurden), Zwergstrandläufer und Flussuferläufer zurückzuführen. Der Bestand des Flussuferläufers als Brutvogel hat zugenommen, was unter anderem auf die Pflege seiner Brutgebiete durch Beweidung zurückzuführen ist. Im Gegensatz dazu ist die Population rastender Flussuferläufer auf Harboøre Tange im Spätsommer stark zurückgegangen. Gleichzeitig ist auch die Anzahl der brütenden Flussuferläufer stark gesunken, deren wichtigstes Brutgebiet sich Anfang der 1980er-Jahre auf Harboøre Tange befand. Dies ist vermutlich auf die Verwilderung der Wiesenflächen zurückzuführen, auf denen die Art zuvor brütete. Harboøre Tange gilt insbesondere als besonders geeigneter Lebensraum für Würger und Flussuferläufer. Unter den Zugvögeln im Frühjahr und Herbst sind es vor allem die zahlreichen Kurzschnabelgänse, Nonnengänse, Hellbauchgänse und Basstölpel, die die Grundlage für die Ausweisung des Natura-2000-Gebiets bilden. Viele Gäste schätzen die Begegnung mit Robben sehr, und geführte Robbenbeobachtungstouren erfreuen sich großer Beliebtheit. Der Bestand an Seehunden im Limfjord hat stark zugenommen, und auch zahlreiche Kegelrobben wurden gesichtet.

Die Möglichkeiten des Geoparks
Innerhalb des Gebiets befinden sich zahlreiche Wanderwege und Erlebnispunkte, die der Geopark in Zusammenarbeit mit der dänischen Naturschutzbehörde, den Gemeinden und privaten Landbesitzern erschließen wird. Der Geopark wird zur Entwicklung neuer Einrichtungen und zur Förderung des Geotourismus in der Region beitragen. Darüber hinaus kann er sich an Projekten zur Verbesserung der Natur beteiligen.

